Bürgermeister in großen Gemeinden ist ein „Full-Time-Job“

„Laboe kann nach der Kommunalwahl 2013 wieder eine hauptamtliche Bürger­meisterin/­Bürgermeister haben. CDU und FDP beabsichtigen, das Kommunalrecht in Schleswig-Holstein entsprechend zu ändern“, so der Landtagsabgeordnete Werner Kalinka, innenpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, beim Auftakt-Essen der CDU Laboe-Brodersdorf. Eine Veranstaltung, die sich grosser Beliebheit erfreut; Ortsvorsitzender Helmut Lucht konnte mehr als 70 Gäste begrüssen.

Die zu Zeiten der Grossen Koalition eingeführte „Reform“ habe sich nicht bewährt. Die Leitung einer Gemeinde oder Stadt in einer Grössenordnung von mehr als 4 000 Einwohnern sei in der Regel ehrenamtlich nicht zu bewältigen. Sie sei ein „Full-Time-Job“. Die „Reform“ sei seinerzeit von dem damaligen Innenminister Ralf Stegner und der SPD gewollt gewesen, die CDU habe zugestimmt, weil es ohne Kompromisse in einer Koalition nicht gehe. Der Abgeordnete: „Wenn man Fehler erkennt, muss man diese abstellen. Und auch den Mut haben, dies einzuräumen.“

Weitere Berichte gaben Helmut Lucht aus der Arbeit der CDU und aus dem Kreistag, Bürgermeisterin Karin Nickenig für die Gemeinde und Bundestagsabgeordneter Dr. Philipp Murmann aus dem Bundestag.

Eine besondere Ehrung wurde Horst Menzel zuteil, der mehr als 40 Jahre der CDU angehört. Er war sieben Jahre im Gemeinderat, 24 Jahre in Ausschüssen der Gemeinde tätig. Helmut Lucht und Werner Kalinka würdigten den Jubilar, Philipp Murmann steckte die Ehrennadel an. Kalinka: „Horst Menzel gehört zu der Aufbau-Generation der CDU, die nach der verlorenen Bundestagswahl 1969 entscheidend geholfen hat, dass die CDU auch durch eine grosse Zahl von Mitgliedern zur Volkspartei wurde und nach dem Schock des damaligen Regierungsverlustes wieder Tritt fasste.“

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