Aus dem Leben

Der Einsatz für Ziele, die er für richtig hält und für Menschen, die Unterstützung bedürfen, war für Werner Kalinka immer selbstverständlich. Als Schülersprecher, in der Jungen Union, in der Union, als Journalist und Buchautor, als Bürger, als Kreispräsident, als Abgeordneter.

Wissend, dass dies nicht überall gern gesehen würde, hat er sich der Aufklärung der Barschel-Affäre gewidmet und mit seinem Buch „Der Fall B. – Der Tod, der kein Mord sein darf“ 1992 für die Wende im Fall gesorgt. 1994 nahm die Staatsanwaltschaft neue Ermittlungen auf, 2010 regte er eine DNA-Analyse an.

Sein Blick galt im Zuge der Wiedervereingung Deutschlands vor allem den Opfern der SED-Diktatur und dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS). Schon in jungen Jahren hatte er gegen Mauer und Stacheldraht demonstriert. In seiner Zeit als Landesvorsitzender beschloß die Junge Union Schleswig-Holstein 1976, die DDR sei „der andere Teil Deutschlands“. Diese Aussage fand eine starke öffentliche Beachtung.

Die Junge Union Schleswig-Holstein scheute in den 70er Jahren auch nicht die kritische Diskussion mit der Mutterpartei. Sie verstand sich als „Sprachrohr und Motor“ der CDU.

Seine sozialpolitische Haltung spiegelt sich in dem von ihm erarbeiteten Programm „Die soziale Balance wahren“ (2004) wider. Darin skizzierte er Probleme und Lösungswege zu den wichtigsten sozial- und gesellschaftspolitischen Positionen.

Eine besondere Beachtung fand in jüngster Zeit Kalinkas Haltung zum Landeshaushalt 2011/12. Über Monate führten er und Kollegen eine kritische Diskussion, die auch zu Veränderungen führte. Erst dann signalisierte er seine Zustimmung.


Geboren am 17. Februar 1952 in Fiefbergen, evangelisch, verheiratet, ein Sohn.

Nach der Volksschule Fiefbergen besuchte er zunächst die Realschule und wechselte dann auf das Gymnasium Kiel-Wellingdorf. Dort war er Schulsprecher. Nach dem Abitur 1972 leistete er bis 1974 seinen Wehrdienst beim Bundesgrenzschutz ab. Er nahm ein Jura-Studium auf, ging jedoch in den Journalismus und war als Journalist für die Tageszeitung Die Welt sowie für den Verlag Gruner + Jahr und den Heinrich Bauer Verlag tätig. Zudem arbeitete er als Medien- und Politikberater und schrieb vier Bücher. Besondere Beachtung fanden „Der Fall B. – Der Tod, der kein Mord sein darf“ (1992) und „Stasi und kein Ende“ (1991).

Er gehörte von 1977 bis 1983 dem Schleswig-Holsteinischen Landtag an. Seinerzeit war er der jüngste Abgeordnete. Seit 2000 wurde er drei mal erneut in den Landtag gewählt. 2009 gewann er den Wahlkreis Plön-Nord direkt. Damit wurde dieser erstmals seit 26 Jahren von einem CDU-Kandidaten gewonnen.

Kalinka war von Oktober 2009 bis 2012 Vorsitzender des Fraktionsarbeitskreises Innen und Recht der CDU-Landtagsfraktion, zudem Mitglied im Richterwahlausschuss, in der G-10-Kommission und im Landesplanungsrat.

2003-2005 war er sozial- und gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion,
2005-2009 Vorsitzender des Innen- und Rechtsausschusses des Parlaments.

Er engagierte sich in ehrenamtlichen politischen Positionen: 1973-1980 Landesvorsitzender der Jungen Union Schleswig-Holstein; 1974-1987, 1998-2008 und seit 2013 Kreistagsabgeordneter; 1986-1987 Kreisrat; 2003-2008 Kreispräsident des Kreises Plön; seit 2002 CDA-Landesvorsitzender Schleswig-Holstein.

2003-2008 war er Mitglied im Verwaltungsrat der Sparkasse im Kreis Plön und der Förde Sparkasse, 2005-2008 Mitglied in der Trägerversammlung der ARGE Kreis Plön, 2004-2010 Vorsitzender des Stiftungsrates der Alexej von Assaulenko-Kulturstiftung.

Seit 2013 ist er 1. stellv. Landrat des Kreises Plön. Er gehört zudem dem Aufsichtsrat der Klinik Preetz und der VKP (Verkehrsbetriebe des Kreises Plön) an.

Am 8. April 2014 wurde er erneut zum CDU-Kreisvorsitzenden gewählt. Er war dies bereits von 1978 bis 1988 und von 1999 bis 2005.