Gute Perspektive für die Klinik Preetz

Trotz der nicht sehr vorteilhaften bisherigen Beschlusslage im Bundestag zu den Krankenhäusern – der Kreistag hat dies gestern einstimmig auf Vorschlag von Landrat Björn Demmin kritisiert – gibt es für die Klinik Preetz eine sehr positive Nachricht.

Die Klinik Preetz soll langfristig Bestandteil der Krankenhauslandschaft in Schleswig-Holstein bleiben und die Chance des Aufbaus einer Geriatrie bekommen. Eine Geriatrie in Preetz hatte ich übrigens schon früher vorgeschlagen. Das Ministerium für Justiz und Gesundheit zur Krankenhausplanung: „Das Klinikum Preetz wird seine Rolle in der Grund- und Basisnotfallversorgung weiter festigen, insbesondere der Aufbau geriatrischer Strukturen soll einen wichtigen Entwicklungsschritt darstellen.“

Wir beraten seit längerem zu den Themen im Landeshaus. Wichtig war auch der Besuch in der Klinik Preetz des FAK Soziales und Gesundheit der CDU-Landtagsfraktion Anfang 2026, den ich angeregt hatte (s. Foto).

Immer mehr Angehörige pflegen

Die Zahl der Pflegebedürftigen ist in Schleswig-Holstein deutlich gestiegen. Nach Angaben des Statistikamtes Nord waren 2023 rund 175 000 Menschen auf Hilfe angewiesen. Sehr interessant ist dabei, dass etwa 60% von Angehörigen gepflegt werden, eine Verdoppelung gegenüber 2017. Demgegenüber sinkt die die Zahl der vollstationären Pflegeplätze, die ambulante ist ansteigend.

Info-Besuch in der Klinik Preetz

Mehr als 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 172 Planbetten, rund 9.500 stationäre und etwa 10.000 ambulante Patientinnen und Patienten pro Jahr sowie 50 Auszubildende in Pflege, IT und Verwaltung – einige Zahlen zur Klinik Preetz.

Gemeinsam mit dem Alten- und Pflegeheim „Haus am Klostergarten“ und dem Rettungsdienst des Kreises sind unter dem Dach der Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen des Kreises Plön insgesamt etwa 1.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt – der größte Arbeitgeber im Kreis.

Die Kliniken stehen vor großen Herausforderungen und werden sich durch die Einteilung in Leistungsgruppen künftig vielfach neu aufstellen müssen.

Bei einem Besuch des FAK „Soziales und Gesundheit“, den ich angeregt hatte, erhielten meine Kolleginnen und Kollegen Dagmar Hildebrand, Hauke Hansen, Wiebke Zweig und ich bei einem Info-Termin durch Geschäftsführer Sven Sandberg, Landrat Björn Demmin und die Hausspitze einen sehr guten Überblick über die aktuelle Situation und die künftigen Planungen.

Ein wichtiger Termin – denn für den Krankenhausbedarfsplan ist das Land zuständig, und er wird selbstverständlich auch im Landeshaus beraten.

Das Land stärkt das UKSH und die Gesundheit

Das dem Land gehörende UKSH ist in schwerer finanzieller Situation, mehr als 2 Mrd. Euro sind für laufende Defizite, Neubauten und Sanierungen aufgelaufen.

Das Klinikum mit seinen rund 17 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat eine zentrale Funktion für die gesundheitliche Versorgung in Schleswig-Holstein, 24 / 7, also rund um die Uhr, ein Haus der Spitzenmedizin.

Seit geraumer Zeit haben wir erörtert, welche Maßnahmen dagegen zu ergreifen sind. Das Land wird rund 1 Mrd. Euro Verbindlichkeiten übernehmen, das UKSH bei weiteren Investitionen entlasten und in anderen Bereichen ggf. unterstützen. Zudem wird erwartet, dass das UKSH Möglichkeiten zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit nutzt.

Die Beschlüsse sollen in der nächsten Sitzung des Landtages, also im März 2026 getroffen werden.

Der Arbeitsschutz soll effektiver werden

Der Arbeitsschutz soll effektiver und in der Kommunikation verbessert werden. Darüber hat die Landesregierung durch Staatssekretär Johannes Albig und LASG-Direktor Mathias Großmann im Sozialausschuss des Landtages berichtet.

Seit dem 1. Juli 2025 ist er nicht mehr bei der Unfallkasse Nord, sondern beim Landesamt für Arbeitsschutz, Soziales und Gesundheit (LASG) angesiedelt.

Zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden eingestellt, weitere Einstellungen sind vorgesehen. Die Zahl der Prüfungen soll deutlich erhöht und Doppelstrukturen vermieden werden.

Ein Prozess, der in der Umstellung einige Zeit in Anspruch nehmen wird.

Ich habe im Landtag zum Thema gesprochen und mich auch aktiv an der Beratung beteiligt.

Hände weg vom Zahnarztbesuch

Der Wirtschaftsrat hat ins Gespräch gebracht, Zahnarztbehandlungen privat zu bezahlen. Er nennt es „einen von mehreren möglichen Ansatzpunkten“.

Da kann man nur sagen: Schnell die Debatte beenden.

Das Solidarprinzip und die gesundheitliche Behandlung sind Kern des gesundheitlichen Standards und des Sozialstaats. Da mag einiges in Schieflage sein – aber wohl nicht nur in eine Richtung.

Entscheidend ist: Wer behandlungsbedürftig ist, muss die nötige Behandlung erhalten.

Nicht zu vergessen: Versichert zu sein, bedeutet ja auch, mit eigenen Beiträgen beteiligt zu sein.

Gegen den Krebs ist Hilfe oft gut möglich

Heute ist Weltkrebstag. Ein Tag, der besonders auf die Gefahren dieser oft so tückischen Krankheit und die Chancen der Prävention aufmerksam machen soll. Nicht alle Krebsarten sind gleich, manche sind nur schwer zu stoppen, bei zahlreichen anderen ist dies durchaus gut möglich, auch vollständige Heilung ist möglich. Aber Krebs im Körper zu haben, bedeutet in aller Regel ein höheres Risiko und eine ständige Belastung, auch in der Psyche. Vorsorge ist wichtig, und bei Erkrankung sind es die beste medizinische Behandlung und Kontrolle. Und auch der eigene Wille, sich nicht unterkriegen zu lassen. Nicht zu vergessen: Die Forschung macht zum Teil große Fortschritte.

4.507 Geburten im Jahr 2025: UKSH erneut geburtenstärkste Klinik in Schleswig-Holstein

Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) bleibt die erste Adresse für Geburtshilfe im Land: Im Jahr 2025 kamen an den beiden Standorten Kiel und Lübeck insgesamt 4.507 Kinder zur Welt. Damit entfallen rund 20 Prozent aller Geburten in Schleswig-Holstein auf das UKSH.

„Diese Zahl zeigt das anhaltend hohe Vertrauen werdender Eltern in unsere geburtshilflichen Angebote“, betont der Vorstandsvorsitzende des UKSH, Prof. Dr. Jens Scholz. „Die Entwicklung bestätigt zugleich die hohe Qualität und das exzellente Versorgungsniveau, das wir unseren Patientinnen und Patienten bieten.“

Als Maximalversorger begleitet das UKSH Familien umfassend – von der Schwangerschaft über die Geburt bis in die Zeit danach. An beiden Standorten verfügen die Geburtskliniken über den Status eines Perinatalzentrums Level 1. Damit ist auch bei komplexen Schwangerschaften und Frühgeburten eine medizinische Versorgung auf höchstem Niveau gewährleistet.

Rund um die Uhr stehen interdisziplinäre Teams aus erfahrenen Fachkräften bereit, um Mutter und Kind bestmöglich zu betreuen. Die erneut hohe Zahl an Geburten unterstreicht die zentrale Rolle des UKSH in der geburtshilflichen Versorgung Schleswig-Holsteins.

Im Gespräch mit den Wohlfahrtsverbänden

Gemeinsam mit meiner Landtagskollegin Birte Pauls und meinem Kollegen Dr. Heiner Garg habe ich auf Einladung der Landesarbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände (LAG) in Kiel über die Ergebnisse des Altenparlaments diskutiert. Ein zentrales Thema war dabei, wie die Anliegen der älteren Generation künftig noch stärkeres Gewicht in der politischen Arbeit erhalten können.


Besonders gefreut hat mich das Lob der LAG-Vorsitzenden Anette Langner, die hervorhob, dass wir drei uns in diesem Bereich mit besonderem Engagement einbringen.

Kliniken: 851 Anträge in S-H zu Leistungsgruppen

Der Sozialausschuss des Landtages ist auch für die Gesundheitspolitik und damit auch für die Kliniken zuständig. Gesundheitsministerin Prof. Kerstin von der Decken gab uns in der Sitzung im Landeshaus einen Überblick über die Krankenhausreform, nach der die Einteilungen und Abrechnungen künftig nach Leistungsgruppen erfolgen sollen. In Schleswig-Holstein wurden dazu 851 Anträge von allen Kliniken zu den Leistungsgruppen gestellt. Ziel des Ministeriums ist es, bis Ende 2025 die Unterlagen zur Prüfung an den medizinischen Dienst zu geben. Es sollen danach regionale Konferenzen folgen. Nicht jede Klinik werde jede beantragte Leistungsgruppe bekommen können, so die Ministerin. Sie sprach von einem „Überangebot“ in bestimmten Gruppen.