Die Kosten in der Pflege haben ihre Gründe

 

Die Kassen schlagen Alarm – den Pflegekassen drohe im Herbst, dass ihre Zahlungsmöglichkeiten an die Grenze kommen. Im Klartext: Der Bund soll helfen, hat dies mit 3,2 Mrd. Euro in früheren Jahren bereits getan. Bei den Investitionen bei Pflegeheimen wird zudem ein Engagement der Länder gewünscht. 6 Mio. Menschen erhalten Leistungen für die Pflege, Tendenz steigend. 2027 wird mit einem Minus von bis zu 10 Mrd. Euro gerechnet.

Die Entwicklung kann nicht wirklich überraschen. Und eine Reform kann nicht bedeuten, die Leistungen zu reduzieren. Auf Pflege angewiesen zu sein, ist alles andere als etwas, was man sich wünschen sollte. Man kann sich die gesundheitliche Lage auch nicht aussuchen. Pflegebedürftigkeit kann jeden treffen, besonders im höheren Alter. Nötig ist ein Beitragssatz, der auch langfristig auskömmlich die Ausgaben sichert.

Pflegende Angehörige leisten nach wie vor den größten Teil – für wenig Unterstützung, wenn überhaupt. Da ist nichts zu kürzen – und bei der weitgehend feststehenden Kostenstruktur in Pflegeheimen auch nicht.

Immer mehr Angehörige pflegen

Die Zahl der Pflegebedürftigen ist in Schleswig-Holstein deutlich gestiegen. Nach Angaben des Statistikamtes Nord waren 2023 rund 175 000 Menschen auf Hilfe angewiesen. Sehr interessant ist dabei, dass etwa 60% von Angehörigen gepflegt werden, eine Verdoppelung gegenüber 2017. Demgegenüber sinkt die die Zahl der vollstationären Pflegeplätze, die ambulante ist ansteigend.

Kreis Plön wirtschaftlich und wohnlich attraktiv

Der Kreis Plön steht bei der Arbeitslosigkeit mit 4,5% weiter am besten in Schleswig-Holstein dar. Sie ist sogar leicht zurückgegangen. Das ist sehr beachtlich und auf die wirtschaftliche Stärke zurück zu führen. Eine Situation, die früher anders war. Zu der Entwicklung erheblich beigetragen haben die starke Förderung der Infrastruktur, Gewerbegebiete, viele kleinere Betriebe und die wohnliche Attraktivität unserer Region.

Wohnen – Arbeiten – Freizeit möglichst dicht beieinander, dies ist wichtig.

Die Arbeitslosenquote beträgt in Schleswig-Holstein 6,2 %, in Kiel 8,4 %, in Neumünster 8,8%.

Hände weg vom Zahnarztbesuch

Der Wirtschaftsrat hat ins Gespräch gebracht, Zahnarztbehandlungen privat zu bezahlen. Er nennt es „einen von mehreren möglichen Ansatzpunkten“.

Da kann man nur sagen: Schnell die Debatte beenden.

Das Solidarprinzip und die gesundheitliche Behandlung sind Kern des gesundheitlichen Standards und des Sozialstaats. Da mag einiges in Schieflage sein – aber wohl nicht nur in eine Richtung.

Entscheidend ist: Wer behandlungsbedürftig ist, muss die nötige Behandlung erhalten.

Nicht zu vergessen: Versichert zu sein, bedeutet ja auch, mit eigenen Beiträgen beteiligt zu sein.

4.507 Geburten im Jahr 2025: UKSH erneut geburtenstärkste Klinik in Schleswig-Holstein

Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) bleibt die erste Adresse für Geburtshilfe im Land: Im Jahr 2025 kamen an den beiden Standorten Kiel und Lübeck insgesamt 4.507 Kinder zur Welt. Damit entfallen rund 20 Prozent aller Geburten in Schleswig-Holstein auf das UKSH.

„Diese Zahl zeigt das anhaltend hohe Vertrauen werdender Eltern in unsere geburtshilflichen Angebote“, betont der Vorstandsvorsitzende des UKSH, Prof. Dr. Jens Scholz. „Die Entwicklung bestätigt zugleich die hohe Qualität und das exzellente Versorgungsniveau, das wir unseren Patientinnen und Patienten bieten.“

Als Maximalversorger begleitet das UKSH Familien umfassend – von der Schwangerschaft über die Geburt bis in die Zeit danach. An beiden Standorten verfügen die Geburtskliniken über den Status eines Perinatalzentrums Level 1. Damit ist auch bei komplexen Schwangerschaften und Frühgeburten eine medizinische Versorgung auf höchstem Niveau gewährleistet.

Rund um die Uhr stehen interdisziplinäre Teams aus erfahrenen Fachkräften bereit, um Mutter und Kind bestmöglich zu betreuen. Die erneut hohe Zahl an Geburten unterstreicht die zentrale Rolle des UKSH in der geburtshilflichen Versorgung Schleswig-Holsteins.

Im Gespräch mit den Wohlfahrtsverbänden

Gemeinsam mit meiner Landtagskollegin Birte Pauls und meinem Kollegen Dr. Heiner Garg habe ich auf Einladung der Landesarbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände (LAG) in Kiel über die Ergebnisse des Altenparlaments diskutiert. Ein zentrales Thema war dabei, wie die Anliegen der älteren Generation künftig noch stärkeres Gewicht in der politischen Arbeit erhalten können.


Besonders gefreut hat mich das Lob der LAG-Vorsitzenden Anette Langner, die hervorhob, dass wir drei uns in diesem Bereich mit besonderem Engagement einbringen.

Renten: Alle Generationen gerecht sehen

Sorgsam und fair, so schrieb ich vor einigen Tagen auf Facebook, müsse die Renten-Diskussion geführt werden. Dazu besteht jetzt in Berlin Gelegenheit. Bis Mitte 2026 soll eine Kommission Vorschläge erarbeiten. Es darf erwartet werden, dass dabei alle Generationen gerecht gesehen werden – die, die bereits lange eingezahlt haben, die, die es erst noch sollen und die, die derzeit einzahlen. Das wird differenzierter, als die Junge Gruppe der Unionsfraktion, Spitzenverbände der Wirtschaft oder manche Wissenschaftler es derzeit sehen. Etwas zu kritisieren bedeutet noch lange nicht gerecht in die Realität des Lebens und in die der Gesellschaft zu schauen. Die Rente ist für viele Ältere die einzige Einnahme im Alter. Kosten zur Lebenshaltung, Abgaben und Steuern belasten Ältere aber mindestens genauso wie jeden anderen. Beim Thema Rente geht es auch politisch und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt um sehr viel – das sollte jedem bewusst sein.

Kliniken: 851 Anträge in S-H zu Leistungsgruppen

Der Sozialausschuss des Landtages ist auch für die Gesundheitspolitik und damit auch für die Kliniken zuständig. Gesundheitsministerin Prof. Kerstin von der Decken gab uns in der Sitzung im Landeshaus einen Überblick über die Krankenhausreform, nach der die Einteilungen und Abrechnungen künftig nach Leistungsgruppen erfolgen sollen. In Schleswig-Holstein wurden dazu 851 Anträge von allen Kliniken zu den Leistungsgruppen gestellt. Ziel des Ministeriums ist es, bis Ende 2025 die Unterlagen zur Prüfung an den medizinischen Dienst zu geben. Es sollen danach regionale Konferenzen folgen. Nicht jede Klinik werde jede beantragte Leistungsgruppe bekommen können, so die Ministerin. Sie sprach von einem „Überangebot“ in bestimmten Gruppen.

100. Sitzung des Sozialausschusses in dieser Wahlperiode

In den Ausschüssen wird viel Sacharbeit geleistet, mit Kontroversen wie Gemeinsamkeiten, auch zur Vorbereitung der Entscheidungen des Landtages. Die / der Vorsitzende, Regierung, Fraktionen und Abgeordnete können Themen auf die Tagesordnung setzen, die Regierung hat durch die zuständigen Ministerien zu berichten und die Fragen der Abgeordneten zu beantworten. Die Sitzungen sind in der Regel öffentlich, finden fast immer im Landeshaus statt, werden gut vorbereitet und im Parla-Net übertragen. Einladungen und Protokolle sind auf der Homepage des Landtages öffentlich einsehbar. Gestern hatten wir im Sozialausschuss die 100. Sitzung dieser Wahlperiode. Aus diesem Anlass spendierte unsere Vorsitzende Katja Rathje-Hoffmann für jeden einen Berliner. Schmeckte prima.