Nicht ein Weniger, sondern ein Mehr an Bürgernähe muss das Ziel auch der Finanzbehörden sein

Kritik am Wegfall der Möglichkeit beim Plöner Finanzamt, Steuerbescheide vor Ort mit Hilfe der Mitarbeiter auszufüllen und abschließend zu bearbeiten, hat der Landtagsab­geordnete Werner Kalinka geübt. Dazu werde es weiteren Diskussionsbedarf geben. Es sei ohnehin problematisch, eine Regelung, von der noch im vergangenen Jahr 12.000 von 40.000 Steuerzahlern Gebrauch gemacht hätten, so auf die Schnelle umzustellen.

Der Wegfall bedeute ein Weniger an Bürgernähe. Deshalb gebe es dazu auch berechtigte Proteste. Ziel der Finanzbehörden dürfe jedoch nicht ein Weniger, sondern müsse ein Mehr an Bürgernähe sein. Gerade für diejenigen, die eine einfache Steuerer­klärung abzugeben hätten, sei der bisherige Weg ein sehr geeigneter gewesen.

Einen Nachteil für die Finanzbehörden vermöge er daraus nicht zu erkennen, betonte der Abgeordnete. Vielmehr würden eine Reihe von Erklärungen schnell und abschließend erledigt: „Daran kann doch eigentlich nur etwas Positives gesehen werden. Mehr Computereinsatz ist im Übrigen nicht immer günstiger.“

Zu den Aufgaben der Finanzämter gehöre auch die Beratung von Bürgern. Jedenfalls sei dies in früherer Zeit eine Selbstverständlichkeit gewesen. Inwieweit dieses einge­schränkt werde, werde noch zu diskutieren sein. Kalinka: „Ich habe das Thema in Kiel zur Sprache gebracht. Vorschläge zu Aufgabenveränderungen sollen Ende Februar vorgelegt werden. Dann werden wir darüber diskutieren.“

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