Windkraft: Sind 3,4 % Landesfläche wirklich nötig?

Ich war mit Jessica Probe, Harm Kurse und Stephan Probe in Friederikenthal in der Gemeinde Blekendorf unterwegs. Dort sind die Windkraftplanungen wie auch in der gesamten Region des Hügellandes östlich von Lütjenburg zentrales Thema. Friederikenthal wird nach dem Entwurf der Landesplanung (Innenministerium) als Splittersiedlung eingestuft, so dass rund 500 m entfernt hohe Anlagen gebaut werden können. Sorgen und Ablehnung sind berechtigt.
Seit langem spricht sich der Kreistag gegen Windkraftanlagen im herrlichen vogel- und wildreichen Gebiet östlich von Lütjenburg aus. Deshalb haben wir es zum Landschaftsschutzgebiert erklärt. Die Planungen zur Ausweitung der Windkraft umfassen 3,4 % der Landesfläche. Nötig wäre nach den Vorgaben des Bundes 3 %. Diesen Spielraum sollte man nutzen, um unnötige Konflikte zu vermeiden und das Gewicht des Landschafts- und Naturschutzes, aber auch der Interessen der dort lebenden Menschen zu entsprechen.

Windkraftanlage bei Fiefbergen brennt

Foto: Thorsten Rethwisch

Eine Windkraftanlage an der Kreisstraße zwischen Fiefbergen und Passade ist am 14. April 2017 gegen 17.00 Uhr in Brand geraten. Schon Stunden zuvor, so ist zu hören, hätten sich die Rotorblätter zu schnell gedreht. Feuerwehr und Polizei mussten sich darauf beschränken, den Unfallort abzusperren. Inzwischen sind Rauchentwicklung und Flammen an der in der Feldmark stehenden Anlage offenbar zum Stillstand gekommen. Der Vorfall macht auch deutlich, wie wichtig genügend Abstandsflächen sind.