Viel Glück, Holstein Kiel!

Fußball-Märchen gibt es immer wieder – siehe gestern. Die Frankfurter Eintracht hat nicht nur gewonnen, sie hat gegen Bayern auch verdient gesiegt. Diese Chance hat auch Holstein Kiel. Kommt die Mannschaft im heimischen Stadion ins Spiel, nutzt sie Chancen und lässt sie sich nicht aus dem Konzept bringen, kann sie den Sensations-Sprung in die 1. Bundesliga schaffen. HSV in der 2. Liga, Holstein in der 1. Liga – man mag es kaum glauben. Kiel, die Region, Schleswig-Holstein und viele neue Fans in Deutschland stehen hinter Holstein. Und würde das Märchen Wirklichkeit, so würde auch deutlich, dass Geld auch im bezahlten Fußball doch eben nicht immer alles ist. Viel Glück, Holstein Kiel! Und solltet Ihr es nicht schaffen, seid ein fairer 2. Sieger. Gebt ein besseres Beispiel als Bayern München gestern Abend.

Holstein Kiel darf sportlich nicht benachteiligt werden

Ein Heimvorteil bedeutet im Sport, vor allem im Fußball einiges. In der Regel spielt eine Mannschaft zu Hause besser und erfolgreicher als auswärts. Diese Chance darf Holstein Kiel, sollte der Aufstieg in die 1. Bundesliga gelingen, nicht genommen werden! Müssen die Spiele in Hamburg oder Rostock stattfinden, käme dies „halben“ Auswärtsspielen gleich. Eine solche DFL-Auflage wäre eine sportliche Benachteiligung. Die Holstein Kiel-Story tut in einem Fußball-Geschäft, in dem sich inzwischen schon zu viel vor allem ums Geld dreht, gut. Da sind eine Mannschaft und ein Management, die es einfach gut machen. Und zunächst vor nur 12.000 Zuschauern spielen zu müssen, ist ja auch schon (sportlich und finanziell) nicht das Optimale. Umso wichtiger, Holstein nicht noch durch „halbe“ Auswärtsspiele zu benachteiligen.

Kopf hoch, HSV!

Einmal musste es kommen – und nun ist es geschehen. Unser HSV ist abgestiegen. Leider. Ein legendärer Verein, 1887 gegründet, über lange Zeit dominant im norddeutschen und deutschen Fußball, auch international eine Größe. 1963 startet die Bundesliga – der HSV ist selbstverständlich dabei. 1960 wird er Deutscher Meister. Große Namen sind der Elf: 2 x Seeler, Stürmer, Werner, Schnoor, Piechowiak, Krug, Meinke, Neisner, Dehn, Dörfel. „Charly“ Dörfel erzielt beim 1. Bundesligaspiel bei Preußen Münster das 1. HSV-Bundesligator. Am 28. Juli 1962 hat der DFB-Bundestag mit der Einführung der Bundesliga ein neues Kapitel im deutschen Spitzenfußball eingeleitet. 55 Jahre später steigen die beiden Traditionsvereine HSV und FC Köln ab. Hoffen wir auf ein Comeback. Nur wer kämpft, kann gewinnen!

Ab Herbst 2018 gibt es mehr Bauland

Die Möglichkeiten zum Bauen werden in Schleswig-Holstein und damit auch im Kreis Plön deutlich ausgeweitet. Innenminister Hans-Joachim Grote sagte auf einer CDU-Veranstaltung in Lehmkuhlen, im Herbst werde der wohnbauliche Entwicklungsstand auf 0 gesetzt. Nicht auf der bisherigen Berechnungsgrundlage des Jahres 2010, sondern auf Basis der aktuellen Einwohnerzahlen der Gemeinden gebe es dann eine Wachstumsmöglichkeit um 10 bzw. 15 Prozent. Dies fördere die Entwicklung im ländlichen Raum, schaffe Perspektiven. Und eine weitere wichtige Aussage für die Kommunen: Beim Finanzausgleich müssten Kinder künftig stärker berücksichtigt werden. CDU-Kreisvorsitzender MdL Werner Kalinka: „Sehr erfreuliche Aussagen. Dies wird von der CDU im Kreis Plön voll unterstützt. Wir haben seit längerem uns entsprechend positioniert.“

Die Gemeinden sollen mehr Bauland ausweisen können!

Klare Worte vom Bürgermeister von Schlesen, Hans-Harald Harländer (SPD).
Er freut sich, dass in der Gemeinde durch die Haltung der neuen Landesregierung künftig mehr Bauplätze ausgewiesen werden können. Eine Haltung, die ich sehr unterstütze. Noch in 2018 soll dies geschehen, da sind wir uns in der Jamaika-Koalition einig. Es geht in Schlesen um vier Baugrundstücke, die von der früheren SPD/Grünen/SSW-Landesregierung abgelehnt worden waren. Auch im CDU-Kreistagswahlprogramm haben wir deutlich Position bezogen: „Ein attraktiver ländlicher Raum ist gut für die gesamte Region. Wir möchten, dass die Gemeinden mehr Bauland ausweisen können.“ Dies ist der Kurs der CDU im Kreis Plön seit Jahren.

Semester und Job-Ticket – gut!

Seit Jahren ein Wunsch, jetzt dürfte es Wirklichkeit werden: Das Semester-Ticket in Schleswig-Holstein. Ab Herbst 2019 soll es gelten. Für 99 Euro. Und nur folgerichtig, wenn auch das Job-Ticket kommt. Dies macht den ÖPNV attraktiver, dies ist ein wirklich interessantes Angebot für Studenten und Arbeitnehmer. Auch zwischen Schleswig-Holstein und Hamburg. Auch dies – gut so!

Rund 1,5 Mio. Euro vom Land in den Kreis Plön

Der Kreis Plön und der kreisangehörige Bereich können aus Infrastrukturmitteln in diesem Jahr vom Land mit ca. 1,5 Mio. Euro rechnen. Der Landtagsabgeordnete Werner Kalinka sagte, dies sei ein Teil des zwischen Land und kommunalen Spitzenverbänden vereinbarten „Gesamtpaketes“ zur Entlastung der Kommunen.

Der Kreis erhält voraussichtlich rd. 528.000 Euro, der kreisangehörige Bereich rd. 966.000 Euro. Kalinka: „Jeder Euro ist eine Hilfe.“

CDU/FDP-Antrag zum Wohnungsbau im Sozialausschuss verabschiedet

Eine deutliche Entscheidung: Mit 8 Ja-Stimmen bei 3 Gegenstimmen und 3 Enthaltungen hat der Sozialausschuss des Kreistages den CDU/FDP-Antrag zum Thema „Bezahlbares Wohnen im Kreis Plön“ beschlossen. Er fordert, die Möglichkeiten deutlich zu erweitern, in den kleineren Gemeinden mehr Bauland ausweisen zu können. Abgelehnt wird eine erneute kleinräumige Bevölkerungsprognose, die schon 2014 für viel Unmut sorgte. Sie würde keinen Erkenntnisgewinn bringen, aber Entwicklungsmöglichkeiten von Gemeinden einengen. Bund und Land werden aufgefordert, bei ihren Förderprogrammen noch stärker zu berücksichtigen, dass diese beim Umbau und bei der Schaffung von Wohnraum sich noch stärker an den Bedürfnissen aller Generationen und Familien orientieren.

In 2016 und 2017 förderte das Land mit rd. 7 Mio. Euro den Bau von 58 Mietwohnungen im Kreis.

E-Mobilität: SPD/Grüne/FWG waren Bremser

„Zu Lob gibt es für die SPD/Grünen/FWG-Koalition keinen Anlass. Beim Thema E-Mobilität waren sie im Kreis der Bremser, nicht der Motor“, so Kreistagsabgeordneter André Jagusch. Er erinnert daran, dass es die Koalition war, die im Dezember 2016 den CDU-Antrag abgelehnt hatte, Mittel für E-Mobilität in den Kreishaushalt aufzunehmen. Jagusch: „Und wir hätten damals wahrscheinlich die dreifache Summe noch vom Bund dazu bekommen.“

Zum Haushalt 2018 hätten SPD/Grüne/FWG dann einen großen Schwenk vorgenommen und 200.000 Euro vorgeschlagen. Dem habe die CDU selbstverständlich zugestimmt, so der Abgeordnete. Aber dies ändere nichts daran, dass durch die Verzögerungshaltung von SPD/Grünen/FWG viel Zeit im Kreis verloren gegangen sei. Jagusch: „Wir hätten schon weiter sein können, wie dies auch anderswo der Fall ist. Konzepte und Vorschläge für Ladestationen – dies hätten wir schon haben können.“

Danke für die Ernte, Danke für unser täglich Brot

Der Erntedankfest-Gottesdienst in Schönkirchen – sehr stimmungsvoll. Vor dem Altar waren die vielen und eindrucksvoll aufgebauten Gaben zu sehen, die Menschen zugutekommen, denen es nicht so gut geht. Aus Dobersdorf brachte sie der vom Lanz-Bulldog gezogene historische Erntewagen zur Marienkirche, gefahren von Gilde-Öllermann Stefan Kramp. Mit dabei natürlich auch das Königspaar Gabriele Kalinka (in Tracht) und Georg Ocklenburg. Herzlichen Dank besonders an Pastor Jörg Suhr, den Kirchenchor, den Spendern, den Gilden, allen Helfern und den Landfrauen, die nach dem Gottesdienst schöne Erntesträuße überreichten. Und vor allem den Landwirten für die Ernte.