Rund 15.000 ALFA-Fahrten im Kreis Plön

Durch die Anruf-Linien-Fahrten (ALFA) gibt es in den Gemeinden im Kreis Plön auch abends bis etwa 23 Uhr ein ÖPNV-Angebot. Diese Bedarfsverkehre sind ein erheblicher Beitrag für mehr Mobilität vor allem im ländlichen Raum. Die Mehrkosten trägt allein der Kreis Plön. ALFA wird durch die VKP in allen Ämtern außer Schrevenborn vorgehalten, wo ein eigenes Busangebot zur Verfügung steht.

Jährlich werden im Kreis Plön durch ALFA rund 153 000 zusätzliche Fahrten angeboten. Nach Aussage von VKP-Geschäftsführer Friedrich Scheffer werden im Durchschnitt ca. 10 % der Fahrten auch abgerufen, so dass ca. 15 000 Fahrten pro Jahr für ALFA genutzt werden. Die Zahl der jährlichen planmäßigen Busfahrten der VKP insgesamt beläuft sich zusätzlich auf rd. 278 000. Insgesamt werden somit jährlich 431 000 Fahrten angeboten. Dieses Angebot wird durch die bereits beschlossene ALFA-Erweiterung mit amtsübergreifenden Verbindungen und zusätzlichen Vormittagsfahrten stufenweise bis Sommer 2023 noch einmal deutlich erweitert.

15 000 ALFA-Fahrten – dies ist eine beträchtliche Verbesserung der Mobilität und der Erreichbarkeit der Orte im Kreis Plön. Wir gehen mit Bedarfsverkehren, aber auch weiteren Maßnahmen wie zum Beispiel der Stärkung der Attraktivität von Busstrecken seit Jahren im Kreis Plön neue Wege. Man muss aber auch sehen: Mehr ÖPNV-Angebote bedeuten höhere Kosten für den Verkehrsträger, bei ALFA also für den Kreis Plön.

Weitere ALFA-Angebote

Die Anruf-Linien-Fahrten (ALFA) der VKP kommen sehr gut an. Am 1. Mai startet Bokhorst-Wankendorf, dann haben wir in allen Ämtern das Angebot. Gestern haben wir im Hauptausschuss des Kreises – er ist Mehrheitsgesellschafter der VKP – über ämterübergreifende ALFA-Angebote und die Möglichkeit zu Vormittagsfahrten beraten. VKP-Geschäftsführer Friedrich Scheffer hat uns zum Stand der Planungen berichtet. Wir hatten im Kreistag dazu den Auftrag erteilt. 2019 sind wir in Lütjenburg mit ALFA gestartet. Die Kosten für weitere Fahrten über Ämtergrenzen hinweg und am Vormittag werden auf rd. 300.000 Euro im Jahr geschätzt.

ALFA – bislang 84 000 mehr Fahrtangebote im Jahr

Die Anruf-Linien-Fahrten (ALFA), mit denen wir 2019 in Lütjenburg begonnen haben, haben eine gute Resonanz. Sie stärken die Mobilität im ÖPNV erheblich. ALFA im Kreis Plön ist ein Erfolgsmodell. In den drei Ämtern Lütjenburg, Plön und Selent gibt es dadurch jeweils 24 000 Fahrtangebote pro Jahr, wie der Geschäftsführer der VKP, Friedrich Scheffer, gestern im Hauptausschuss des Kreises ausführte. In der Probstei sind es 12 000, da dort das vorhandene Busangebot nach Aussage des Geschäftsführers deutlich besser ist und damit weniger ergänzende Angebote erforderlich seien, um ein vergleichbares ÖPNV-Angebot zu erhalten. Durchschnittlich fahren 1,5 Fahrgäste auf einer Fahrt. Am 31. Januar 2022 soll Preetz starten, im April voraussichtlich das Amt Bokhorst / Wankendorf.

Im ersten ALFA-Monat (November 2021) wurden im Amt Selent-Schlesen 70 Fahrgäste befördert.

Corona: Mehr Busse in der Schülerbeförderung

Im Kreis Plön werden schon kurzfristig mehr Busse in der Schülerbeförderung eingesetzt. Der Hauptausschuss hat dazu in den Sitzungen am 17. November und 1. Dezember beraten. Zunächst war uns seitens des VKP-Geschäftsführers Friedrich Scheffer und Landrätin Stephanie Ladwig mitgeteilt worden, dass kaum weitere Busse verfügbar seien. Inzwischen gibt es eine veränderte Lage. Wir haben im Hauptausschuss am Dienstag die Landrätin nach ihrem Bericht gebeten, kurzfristig einen Vorschlag zu unterbreiten. Dieser ist gestern vom Kreistag beschlossen worden. Bis Ostern 2020 werden 12 weitere Busse eingesetzt. Die Kosten in Höhe von 550 000 Euro trägt allein der Kreis, es ist keine Kostenbeteiligung der Gemeinden vorgesehen. Eine gute, schnelle, unkomplizierte und von allen getragene Entscheidung.

Super-Resonanz auf Rufbus-Modell

von links: Friedrich Scheffer, Alexander Orth, Werner Kalinka, Thomas Brechtel; Foto: André Jagusch
von links: Friedrich Scheffer, Alexander Orth, Werner Kalinka, Thomas Brechtel; Foto: André Jagusch

Rund 120 Gäste und viel Zustimmung: Super-Resonanz auf die Vorstellung des Rufbus-Modells, zu dem CDU-Kreisvorsitzender Werner Kalinka und Heikendorfs Bürgermeister Alexander Orth (SPD) in den „Irrgarten“ nach Probsteierhagen eingeladen hatten. Schon der vollbesetze Saal zeigte: Ein Thema, was viele Bürger interessiert. Sehr stark vertreten war auch die kommunale Familie mit zahlreichen Repräsentanten aus den Städten und Gemeinden. Mit Amtsvorsteher Eckhard Jensen („Ran an den Speck“) waren sich die Zuhörer einig: Jetzt muss es an die Umsetzung gehen!

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